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Genetik Rezessiv-Dominant

Was bedeutet rezessiv und was dominant?

Am einfachsten ist dies anhand der Farbgenetik zu erklären, wirklich wichtig in der Praxis wird Genetik wenn es um Gesundheit geht. Das Prinzip der Vererbung ist aber das Gleiche.

Nun zum Thema,
Wie ein Lebewesen aussieht und ist, wird durch seine Gene bestimmt. Selbst der Charackter wird größtenteils durch die Gene und nur zu einem geringen Anteil durch Prägung bestimmt.

Nun gibt es jedes Gen doppelt, ein sogenanntes Genpaar.
Bei manchen Genen spielt es nur eine Rolle, was ein Gen aus dem Genpaar vorgibt. Man spricht von einem dominanten Gen. In dem Fall wird das zweite Gen komplett 'überdeckt' und es spielt keine Rolle, was es für Informationen enthält.

Ein Beispiel bei Burmakatzen die Farbe Braun und die Farbe Chocolate. Lassen wir mal alle Variannten außen vor und versetzen uns in die Zeit zurück in der es nur braune und chocolate farbende Burmakatzen gab.
Die Informationen für die Grundfarbe liegen auf einem Genpaar. In der Urspungsform liegt dort die Information für die Farbe Schwarz (das ist bei Burmesen braun, also spreche ich im folgendem von braun). Von diesem Gen existiert eine mutierte Form, die eine chocolate Färbung bewirkt.

Die Ur-Variannte des Gens mit der Information für braun, ist dominant gegenüber der Chocolate-Variannte.
Nun gibt es aber jedes Gen als Genpaar, also immer 2 Gene. Bedeutet es kann also sein das auf beiden die Information für Braun gespeichert ist oder auf beiden die Information für Chocolate, also reinerbig = beide Gene enthalten die gleichen Informationen .... oder da es zwei sind, kann es auch sein das eins die Information für Braun und eins die Information für Chocolate trägt. Dann spricht man von einer mischerbigen Form.

Jetzt kommt ins Spiel das Braun dominant gegenüber Chocolate ist, es setzt sich mit seiner Information durch --> die Katze ist braun.
Nun ist sie aber auch dann braun, wenn beide Gene die Information für braun tragen. Also sieht eine Katze mit der Version Gen-mit-braun-Information/Gen-mit-braun-Information (vereinfach: B/B) genauso aus wie eine Katze mit Gen-mit-braun-Information/Gen-mit-chocolate-Information (vereinfach: B/c).
Man spricht in dem Fall vom Genotyp und dem Phänotyp. Der Phänotyp ist was nach außen sichtbar wird, bei beiden braun, der Genotyp unterscheidet sich aber, da die eine Katze reinerbig für braun ist, die andere ist mischerbig für braun und chocolate. Man sagt: sie trägt chocolate.

Der Genotyp ist was die Katzen genetisch an Informationen hat, der Phänotyp wie sie aussieht, d.h. wie die Geninformationen nach außen sichtbar werden:




Was spielt der Genotyp für eine Rolle?

Wer eine Phänetypisch braune Katze haben möchte, dem dürfte es relativ egal sein ob sie Genotypisch nun B/B oder B/c ist. B steht dabei für braun, c für Chocolate. Üblicherweise werden dominante Gene groß geschrieben und rezessive klein.

Bei der Zucht sieht es anders aus, ob eine Katze nun chocolate trägt oder nicht, da mag sich jeder Züchter auch gerne überraschen lassen, aber es ist wichtig das Prinzip zu verstehen, da die Vererbung von Krankheiten genauso funktioniert:
Eine kerngesunde Katze kann auf einem Gen Genotypisch eine Information für einen schweren Defekt tragen und vererben, den man ihr absolut nicht ansieht. Genausowenig wie man einer braunen Burma ansieht, ob sie chocolte trägt oder nicht.

Warum das wichtig ist, wird deutlich wenn man sich nun die Vererbung ansieht:
Jungtiere bekommen von jedem Genpaar eine Version von der Mutter und eine vom Vater.
Eine Katze mit den Geninformationen B/B wird also immer ein B weiter geben, ihre Kitten haben alle den Gencode B/* und sind damit braun, egal was der andere Elterteil mitbringt.
Eine Katze mit den Geninformationen B/c wird entweder auch das B weiter geben oder mit der gleichen Wahrscheinlichkeit ihr Gen mit der Information für Chocolate c. Kommt nun vom anderen Elterteil sei er nun c/c oder B/c auch ein Gen für Chocolate, dann entsteht beim Kitten ein Genpaar bei dem BEIDE Gene die Information für Chocolate tragen: c/c. Die einzige der drei Versionen wo die Katze tatsächlich auch die Farbe Chocolate nach außen zeigt. Eine chocolate farbende Katez hat also immer den Gencode: c/c und gibt damit auch immer an ihre Nachkommen ein Gen c weiter.

Fassen wir also zusammen:
B/B die Katze ist reinerbig braun, sieht braun aus und gibt an alle ihre Nachkommen die Information für braun weiter.
B/c die Katze ist mischerbig, sieht braun aus und kann an ihre Nachkommen das Gen für braun oder das Gen für Chocolate weiter geben.
c/c die Katze ist reinerbig chocolate, sieht chocolate aus und gibt an alle ihre Nachkommen die Information für chocolate weiter.

Damit wird auch klar, warum aus zwei braunen Burmesen ein chocolate fallen kann, aber niemals aus zwei chocolate Burmesen ein braunes Kitten.

Genauso wie leider aus zwei kerngesunden Katzen ein Kitten mit einer schweren Erbkrankheit fallen kann.
Aus diesem Grunde testen wir alle unsere Zuchtkatzen z.B. auf die Erbkrankheit GM2. Denn verpaart man ohne es zu wissen zwei Tiere bei denen je eine verdeckte Version des kranken Gens vorhanden ist, kann ein Kitten dabei entstehen, das reinerbig für die Krankheit GM2 ist. Das wäre dann ein Kitten bei dem die Krankheit auch tatsächlich ausbricht.
Deswegen ist es wichtig, das Züchter sich auch mit Genetik beschäftigen.

Das war nun die Betrachtung von der Vererbung von braun.
Ob die Katze nun einfarbig braun, oder braun (seal) ticked-tabby, oder gar seal-silver ist, wird von weiteren Genen unabhängig von der Grundfarbe bestimmt. Ebenso gibt es einen weiteren Genort, der für die Verdünnung zuständig ist. So könnte also aus unserer braunen Katze + Verdünnung noch eine blaue Katze werden.

Sprich die verschiedenen Geninformationen können miteinander kombiniert werden. Das macht die Farbgenetik so facettenreich und damit spannend.





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